Qwen 3.7 Max vs Gemini 3.1 Pro — Mareike (soloselbstständig) × SPD
Zwei Modelle direkt nebeneinander — Δ zeigt, wie stark das Urteil vom Modell abhängt.
fiktive Persona – keine reale PersonDivergenz der Modelle: nahezu einig?
Mareike nimmt das Programm als ambivalent wahr. Einerseits fühlt sie sich durch die explizite Nennung von Solo-Selbstständigen und die Forderung nach Honoraruntergrenzen in der Kultur endlich gesehen. Andererseits überwiegt die Skepsis, da der Fokus auf dem klassischen Normalarbeitsverhältnis und der Schwerindustrie ihre realen Probleme wie Scheinselbstständigkeits-Prüfungen und das unpassende Jobcenter-Sicherheitsnetz ignoriert.
👍 Besonders gut
Ich falle immer durch jedes Raster – zu selbstständig für Schutz, zu klein für die Bürokratie. Dass die SPD jetzt explizit die soziale Absicherung für Soloselbstständige wie mich stärken will, ist genau das, was ich zum Überleben brauche.
Mareike fühlt sich in ihrer prekären Lage als Soloselbstständige erstmals explizit wahrgenommen. Das Versprechen, soziale Absicherung und Vorsorge für ihre Gruppe zu stärken, trifft genau ihren größten Schmerzpunkt: das fehlende Netz bei Krankheit oder Auftragsflaute.
Endlich sagt mal jemand laut, dass man mit öffentlichen Geldern keine Selbstausbeutung finanzieren darf! Honoraruntergrenzen wären ein Gamechanger für uns Freelancer in der Kulturszene.
Als Kreative in Halle kennt Mareike den Druck, für öffentliche Projekte zu Dumpingpreisen zu arbeiten. Die Forderung nach Honoraruntergrenzen und das Verbot von Selbstausbeutung bestätigen ihren Kampf um faire Vergütung in der Kreativszene.
Ich bin Designerin, keine Vollzeit-Buchhalterin. Wenn Dokumentationspflichten endlich abgeschafft und Förderanträge digitaler werden, kann ich vielleicht wieder mal pünktlich Feierabend machen.
Mareike verbringt als Ein-Frau-Unternehmen unverhältnismäßig viel Zeit mit Steuer- und Förderanträgen. Die Aussicht auf vereinfachte Dokumentationspflichten und digitale Nachweise gibt ihr die Hoffnung, wieder mehr Zeit für ihre eigentliche kreative Arbeit zu haben.
👎 Besonders schlecht
Wenn 'Schutz vor prekärer Beschäftigung' wieder nur bedeutet, dass Unternehmen aus Panik vor der Rentenversicherung keine Freelancer mehr beauftragen, nützt mir das gar nichts. Dann bleiben meine Aufträge einfach weg.
Mareike fürchtet, dass der gut gemeinte Schutz vor prekärer Beschäftigung zu einer verschärften Jagd auf Scheinselbstständigkeit führt. Das würde bedeuten, dass potenzielle Auftraggeber aus Angst vor Strafen keine Freelancer mehr buchen, was ihre Existenzgrundlage direkt bedroht.
Wenn ich eine Flaute habe, will ich mein Business am Leben halten und nicht vom Jobcenter in irgendeinen Callcenter-Job vermittelt werden. Das Bürgergeld ist für mich keine Absicherung, sondern ein Albtraum.
Für Mareike ist das Bürgergeld kein echtes Sicherheitsnetz für ihre Selbstständigkeit, sondern ein demütigender Apparat, der sie in eine Festanstellung zwingen will. Das Programm ignoriert die Notwendigkeit einer echten Arbeitslosenversicherung für Soloselbstständige, die das Business in der Flaute am Leben hält.
Klar, Chemie ist wichtig. Aber dass die ganze Wirtschaftspolitik nur um das Chemiedreieck kreist und wir Kreativen in Halle mit unseren digitalen Geschäftsmodellen völlig unter dem Radar fliegen, ärgert mich total.
Mareike beobachtet mit Frustration, wie Millionen in die Transformation der Chemieindustrie gepumpt werden, während die Kultur- und Kreativwirtschaft in Halle oft nur als nettes Beiwerk behandelt wird. Sie vermisst eine echte Industriepolitik für die digitale und kreative Wertschöpfung.
Mareike findet in der SPD einerseits eine starke Fürsprecherin für faire Bezahlung, Honoraruntergrenzen in der Kulturförderung und die gezielte Entlastung von kleinen Selbstständigen bei Steuern und Bürokratie. Andererseits fühlt sie sich vom starken Fokus auf klassische Arbeitnehmerrechte, starre Vergabegesetze und eine auf Vermittlung ausgerichtete Grundsicherung in ihrer Realität als unabhängige Soloselbstständige oft unverstanden.
👍 Besonders gut
Endlich mal jemand, der sieht, dass wir Solo-Selbstständigen oft komplett durchs Raster fallen! Wenn meine Absicherung wirklich verbessert wird, wäre das eine riesige Erleichterung für mich.
Mareike fühlt sich hier in ihren existenziellsten Sorgen gesehen, da die Partei explizit auf die oft fehlende soziale Absicherung und die Benachteiligung von Soloselbstständigen eingeht.
Ich habe keine eigene Buchhaltungsabteilung! Wenn ich Förderungen endlich digital und ohne riesigen Papierkram beantragen kann, rettet mir das unendlich viel Zeit und Nerven.
Mareike leidet unter der enormen Verwaltungslast, die sie als Einzelperson kaum bewältigen kann. Einfachere, digitalisierte Anträge für Fördergelder entsprechen exakt ihrem Wunsch nach einem Staat, der Kleinstunternehmen nicht überfordert.
✓ belegt S. 5: „„werden vereinfacht oder abgeschafft.“" — SPD-Wahlprogramm (beschlossen 21.03.2026) ↗
Es kann doch nicht sein, dass man sich für Kunstprojekte immer selbst ausbeuten muss! Wenn es endlich feste Untergrenzen für Honorare gibt, dann wird meine Arbeit wenigstens anständig bezahlt.
Mareike kämpft häufig mit schlecht bezahlten Kulturprojekten und prekären Verhältnissen in der Kreativbranche. Verbindliche Honoraruntergrenzen bei öffentlich geförderten Projekten sind ein wirksamer Hebel, der ihre Existenzgrundlage absichert.
Die Steuer- und Abgabenlast frisst mich auf. Wenn endlich jemand versteht, dass auch wir kleinen Selbstständigen entlastet werden müssen, damit etwas zum Leben übrig bleibt, ist das ein echter Lichtblick.
Mareike hat immer wieder mit der hohen finanziellen Belastung durch Steuern und Vorauszahlungen zu kämpfen. Die geplante finanzielle Entlastung für Selbstständige mit geringeren Einkommen trifft genau ihren Bedarf nach mehr Liquidität.
👎 Besonders schlecht
Schön und gut mit den Tarifverträgen, aber für mich als Solo-Selbstständige bringt das gar nichts. Ich falle bei diesem ganzen Fokus auf klassische Angestellte schon wieder durchs Raster.
Mareike fühlt sich bei dem starken Fokus auf die klassische Arbeitnehmerschaft und Tarifbindung übersehen. Als Soloselbstständige hilft ihr diese Politik nicht weiter, sie vermisst passgenaue Konzepte für ihre hybride Lebensrealität.
✓ belegt S. 5: „„Tariflöhne in allen Branchen“" — SPD-Wahlprogramm (beschlossen 21.03.2026) ↗
Schon wieder Tariftreue – wie soll ich das als Einzelkämpferin bei einer Ausschreibung überhaupt nachweisen? Solche Gesetze sind für große Betriebe gemacht, wir kleinen Kreativen sind da komplett raus.
Für Mareike sind öffentliche Ausschreibungen ohnehin schon zu komplex. Ein striktes Festhalten an Vergaberegeln, die auf klassische Strukturen größerer Unternehmen zugeschnitten sind, baut für Soloselbstständige wie sie zusätzliche Hürden bei Aufträgen auf.
✓ belegt S. 7: „„stärken wir die Tarifbindung im Land.“" — SPD-Wahlprogramm (beschlossen 21.03.2026) ↗
Wenn ich mal Flaute habe und Hilfe bräuchte, will ich nicht vom Amt 'aktiviert' oder in eine Festanstellung vermittelt werden. Ich bin bereits in Arbeit – meiner eigenen! Das System versteht uns einfach nicht.
Mareike fürchtet zwar Auftragsflauten, will aber ihre Selbstständigkeit keinesfalls aufgeben. Ein Jobcenter, das Hilfebedürftige primär in klassische Angestelltenverhältnisse drängen soll, geht völlig an ihrem Bedürfnis nach einer passgenauen Überbrückungshilfe vorbei.
✓ belegt S. 8: „„Menschen nachhaltig in Arbeit bringen“" — SPD-Wahlprogramm (beschlossen 21.03.2026) ↗