Qwen 3.7 Max vs Claude Opus 4.8 — Mareike (soloselbstständig) × LINKE
Zwei Modelle direkt nebeneinander — Δ zeigt, wie stark das Urteil vom Modell abhängt.
fiktive Persona – keine reale PersonDivergenz der Modelle: uneinig?
Mareike begrüßt die Forderungen nach Mindesthonoraren im Kulturbereich und den versprochenen Bürokratieabbau, da dies ihre tägliche Arbeit erleichtern würde. Gleichzeitig bedrohen die Pläne zur Gemeindewirtschaftssteuer für Freiberufler, die Ausbildungsumlage für Solo-Betriebe und der Zwang zur gesetzlichen Rente ihre finanzielle Flexibilität. Das Programm ignoriert an vielen Stellen die spezifischen Realitäten der Soloselbstständigkeit und würde ihre ohnehin prekäre Absicherung weiter belasten.
👍 Besonders gut
Wenn ich für öffentliche Projekte arbeite, soll endlich Schluss sein mit der Bettelei. Ein festes Mindesthonorar gibt mir die Sicherheit, die meine Arbeit wert ist.
Mareike begrüßt die Forderung nach Mindesthonoraren, da sie als Kreative oft mit niedrigen Budgets und Ausbeutung im Kulturbereich konfrontiert ist. Die verbindliche Untergrenze gibt ihr Verhandlungssicherheit bei öffentlichen Aufträgen.
Ich verbringe Tage mit Formularen, die keinen Sinn machen. Wenn die Ämter ihren Mist vorher ausmisten, statt ihn nur zu digitalisieren, wäre mir schon riesig geholfen.
Als Soloselbstständige ohne eigene Verwaltungsabteilung leidet Mareike extrem unter dem bürokratischen Aufwand. Das Versprechen, Prozesse vor der Digitalisierung zu verschlanken, trifft genau ihren Nerv.
Es geht nicht nur um Theater und Museen. Dass die freie Kreativwirtschaft vor Ort endlich als Wirtschaftsfaktor und Förderziel genannt wird, gibt mir Hoffnung auf faire Chancen.
Mareike hofft auf bessere Förderzugänge für die freie Kreativszene jenseits der großen Institutionen. Die explizite Nennung der lokalen Kreativwirtschaft weckt Hoffnungen auf neue Auftrags- und Fördermöglichkeiten in Halle.
👎 Besonders schlecht
Ich bin Freiberuflerin, keine GmbH! Mich jetzt in diese Gemeindewirtschaftssteuer zu zwingen, bedeutet nur noch mehr Steuerstress und weniger Netto von meinen eh schon schwankenden Einnahmen.
Als Kreative im KSK-System ist Mareike bisher von der Gewerbesteuer befreit. Die Einbeziehung in die neue Gemeindewirtschaftssteuer bedeutet für sie ab dem ersten Euro über dem Freibetrag eine massive zusätzliche Steuer- und Bürokratielast.
Ich bin ein Ein-Personen-Betrieb mit schwankenden Aufträgen – wie soll ich denn bitte ausbilden? Dass ich jetzt eine Umlage zahlen soll, nur weil ich solo bin, ist völlig an der Realität vorbei.
Mareike ist soloselbstständig und kann strukturell gar keine Auszubildenden einstellen. Eine Umlage für 'Nicht-Ausbilder' würde sie finanziell bestrafen, obwohl ihre Betriebsstruktur eine Ausbildung schlicht nicht zulässt.
In Monaten, wo die Aufträge wegbleiben, kann ich mir starre Rentenbeiträge einfach nicht leisten. Dieser Zwang ignoriert komplett, wie prekär und unberechenbar mein Alltag als Solo-Kreative ist.
Bei stark schwankendem Einkommen und häufigen Flauten fürchtet Mareike die starren monatlichen Beiträge der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie bevorzugt flexible Modelle, die ihre unregelmäßige Auftragslage berücksichtigen, anstatt starrer Zwangssysteme.
Die Linke adressiert Mareikes materielle Kernsorgen ungewöhnlich konkret: Basis- und Mindesthonorare für selbstständige Kreative, eine Rentenversicherung für alle und ein Freibetrag zum Schutz kleiner Existenzen. Die geplante Ausweitung der kommunalen Wirtschaftssteuer auf alle Selbstständigen weckt zugleich Vorbehalte. Für ihre Absicherung überwiegt klar das Positive.
👍 Besonders gut
Ein Boden unter meinen Honoraren, das hätte ich gern. Dann muss ich nicht mehr jeden Auftrag unter Wert annehmen.
Verbindliche Basishonorare treffen Mareikes Alltag als projektbezogen arbeitende Kreative unmittelbar und sichern ihr Einkommen nach unten ab.
Wenn öffentliches Geld fließt, sollen auch faire Honorare drin sein. Genau daran hängt bei mir oft die Miete.
Mindesthonorare bei geförderten Projekten wirken direkt auf Mareikes Auftragskonditionen und schützen vor Selbstausbeutung.
Meine Altersvorsorge ist ein Loch. Eine Rente, in die wir alle einzahlen, wäre für mich endlich ein Fundament.
Eine Rentenversicherung, in die auch Selbstständige einbezogen werden, adressiert Mareikes ungelöste Altersvorsorge unmittelbar.
Wenn ein Freibetrag kleine Existenzen wie meine ausdrücklich schützt, kann ich mit so einer Steuerreform leben.
Ein hoher Freibetrag mit degressiven Sätzen soll Kleinselbstständige entlasten, was Mareikes Sorge um Belastung der Kleinsten aufgreift.
✓ belegt S. 18: „damit kleine Existenzen geschützt" — LINKE-Wahlprogramm (beschlossen 14.03.2026) ↗
👎 Besonders schlecht
Freibetrag hin oder her, sobald es heißt alle Selbstständigen werden einbezogen, werde ich hellhörig. Ich zahle jetzt schon genug.
Die Ausweitung der Bemessungsgrundlage auf alle Selbstständigen weckt bei der ohnehin abgabengeplagten Mareike die Sorge vor einer neuen Belastung, trotz Freibetrag.