GPT 5.5 vs Gemini 3.1 Pro — Mareike (soloselbstständig) × FDP
Zwei Modelle direkt nebeneinander — Δ zeigt, wie stark das Urteil vom Modell abhängt.
fiktive Persona – keine reale PersonDivergenz der Modelle: nahezu einig?
Mareike findet im FDP-Programm viele Punkte, die ihren Alltag als Soloselbstständige erleichtern würden: weniger Bürokratie, digitale Verwaltung, einfachere Steuern und Anerkennung der Kreativwirtschaft. Gleichzeitig bleibt ihre zentrale Schutzfrage weitgehend offen: KSK, Krankheitsrisiko, Auftragsflauten und Alterssicherung werden nicht konkret abgesichert, während Eigenverantwortung, Sanktionen und private Vorsorge stark betont werden. Aus ihrer Sicht ist das Programm deshalb praktisch hilfreich, aber sozial zu dünn für ihre fragile Erwerbslage.
👍 Besonders gut
Wenn mir jemand wirklich Papierkram abnimmt, ist das für mich kein Luxus, sondern Überleben im Alltag.
Mareike arbeitet allein und hat keine Verwaltungsabteilung; jede Stunde Buchhaltung, Formularsuche oder Nachweisführung fehlt ihr für Aufträge und Akquise. Der Punkt trifft ihren Kernwunsch nach Regeln, die kleine Selbstständige nicht überfordern.
✓ belegt S. 7: „Bürokratielasten für Bürger und Unternehmen" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Ich brauche eine Stelle, die mir hilft, statt fünf Portale, drei Formulare und null Antwort.
Auch wenn Mareike bereits selbstständig ist, passt diese Logik zu ihrer Erfahrung mit zersplitterten Zuständigkeiten und unverhältnismäßigem Aufwand. Besonders die Entlastung junger kleiner Unternehmen entspricht ihrer Kritik am Papierkrieg.
⚠ ungeprüft S. 8: „digitale One-Stop-Agency" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Ich will meine Steuern zahlen, aber nicht jedes Quartal daran verzweifeln.
Mareike hat schwankende Einnahmen und wenig Puffer; komplizierte Steuerregeln und Kleinstpflichten treffen sie härter als größere Betriebe. Die angekündigte Vereinfachung spricht ihre Überforderung mit Finanzamt und Vorausplanung direkt an.
✓ belegt S. 9: „Vereinfachung des Steuerrechts" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Genau: Kultur ist nicht Hobbykulisse, das sind Jobs, Honorare und ganze Netzwerke.
Mareike lebt beruflich von kreativer Arbeit und davon, dass Kultur nicht nur als freiwilliges Schmuckprogramm gilt. Die Anerkennung von Kultur- und Kreativwirtschaft als Arbeitsmarkt und Standortfaktor bestätigt ihre berufliche Identität.
✓ belegt S. 45: „Kultur schafft Arbeitsplätze" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Wenn Förderung planbar ist, kann ich Projekte kalkulieren, statt immer nur dem nächsten Antrag hinterherzurennen.
Für eine Kreative mit Projektarbeit sind Förderzugang, Planbarkeit und weniger Antragsaufwand existenziell. Die Umstellung auf längerfristige, klarere Förderformen kann ihre Abhängigkeit von ständig neuen Einzelanträgen mindern.
✓ belegt S. 59: „Anträge schnell und effizient entschieden" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Ich arbeite digital, also soll der Staat mich nicht wieder zum Ausdrucken und Hinterhertelefonieren zwingen.
Mareike ist digital-affin und will Verwaltung in ihren unregelmäßigen Arbeitsalltag integrieren können. Digitale, nachvollziehbare Verfahren sparen ihr Wege, Wartezeiten und Medienbrüche.
✓ belegt S. 48: „vom Antrag bis zum Bescheid" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Bitte genau so: Ich will nicht wieder die sein, die im Kleingedruckten rausfällt.
Mareike sorgt sich um Alterssicherung und darum, bei Sozial- und Steuerregeln durch Raster zu fallen. Die explizite Nennung Selbstständiger und Freiberufler wirkt für sie wie seltene Sichtbarkeit ihrer Lebenslage.
👎 Besonders schlecht
Ich bin eigenverantwortlich genug, aber wenn ich krank bin, bezahlt Eigenverantwortung keine Miete.
Mareike schätzt Selbstbestimmung, aber ihre größte Sorge ist gerade, bei Krankheit, Auftragsflaute und Alter ohne tragfähige Absicherung dazustehen. Eine pauschale Abkehr von Fürsorge klingt für sie nach dem Risiko, dass Soloselbstständige weiter allein gelassen werden.
✓ belegt S. 4: „hin zu mehr Eigenverantwortung und Freiheit" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Schön, dass Kultur wichtig ist, aber ich brauche auch Schutz, wenn der nächste Auftrag ausfällt.
Mareikes zentrale Sorge ist nicht nur Projektförderung, sondern soziale Absicherung über KSK, Krankenversicherung und Altersvorsorge. Dass das Programm Kulturarbeit anerkennt, aber ihre Absicherungslücke nicht konkret adressiert, bleibt für sie schmerzhaft unvollständig.
✓ belegt S. 45: „Öffentliche Förderung ist die Grundlage" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Ich weiß, wie schnell man kippt; da brauche ich nicht zuerst Misstrauen, sondern Halt.
Mareike sieht an ihrer eigenen Unsicherheit, wie schnell Menschen trotz Arbeit in Lücken geraten können. Eine stark aktivierende Sozialstaatslogik ohne sichtbare Rücksicht auf fragile Erwerbsbiografien wirkt auf sie zu hart gegenüber Menschen in Krisen.
✓ belegt S. 39: „Fördern und Fordern" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Wer schon am Limit ist, wird durch Kürzung nicht stabiler oder arbeitsfähiger.
Mareike ist nicht pauschal gegen Mitwirkung, aber sie kennt prekäre Übergänge und instabile Lebenslagen. Strenge Kürzungslogik berührt ihre Sorge, dass Menschen ohne stabile Rücklagen durch Raster fallen und dann zusätzlich bestraft werden.
✓ belegt S. 40: „eine Leistungskürzung nach sich ziehen" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Betriebliche Vorsorge? Ich bin mein Betrieb, und der hat manchmal einfach Flaute.
Mareike hat kaum Rücklagen und keine betriebliche Absicherung; zusätzliche private Vorsorge ist für sie gerade in schwachen Monaten schwer leistbar. Der Punkt verstärkt ihre Sorge, dass Absicherung stärker an individuelle Finanzkraft geknüpft wird.
Nicht jedes gute Kulturprojekt kann sich sofort rechnen, sonst bleibt nur das Lauteste und Verkäuflichste.
Mareike versteht wirtschaftliches Arbeiten, fürchtet aber Kürzungs- und Verwertungsdruck bei Kulturförderung. Wenn Förderung stark an Effizienz und Eigeneinnahmen gekoppelt wird, können freie Szene, Subkultur und kleine Projekte mit unsicheren Erlösen unter Druck geraten.
✓ belegt S. 45: „Eigeneinnahmen und effiziente Strukturen" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Wenn Medien und Kultur immer kleiner gespart werden, verschwinden auch Jobs wie meine.
Für Kreative, Medien- und Contentarbeit können öffentlich-rechtliche und kulturelle Medienaufträge Teil des regionalen Marktes sein. Eine Reduktion des Programmauftrags kann aus Mareikes Sicht Vielfalt und potenzielle Auftragsfelder schwächen.
✓ belegt S. 43: „Programmauftrag muss hierfür reduziert werden" — FDP-Wahlprogramm (beschlossen 25.04.2026) ↗
Mareike sieht das Programm der FDP stark zweigespalten. Einerseits begrüßt sie die geplanten Entlastungen bei Steuern und Bürokratie sowie die Anerkennung der Kreativbranche als echter Wirtschaftsfaktor. Andererseits steht die konsequente Marktlogik bei Kulturförderung und Sozialleistungen im direkten Widerspruch zu ihrem tiefen Bedürfnis nach einer verlässlichen Absicherung bei Auftragsschwankungen.
👍 Besonders gut
Ich verbringe halbe Tage mit Formularen für Sachen, die für mich als Einzelkämpferin null Sinn ergeben. Weg damit!
Mareike leidet unter der unverhältnismäßigen Bürokratie für Soloselbstständige. Eine Befreiung von Zwangsmitgliedschaften und Meldepflichten würde ihren Alltag massiv erleichtern.
Wir Kreative sind kein Hobby-Club, sondern ein harter Wirtschaftsfaktor. Gut, dass das mal jemand genau so in den Fokus rückt.
Mareike wünscht sich ernsthafte Anerkennung für ihre Branche. Dass die FDP die Kreativwirtschaft explizit als wichtigen Wirtschaftsfaktor benennt, bestätigt ihr berufliches Selbstverständnis.
Meine Rente wird sowieso winzig sein, ich werde ewig weiterarbeiten müssen. Wenigstens soll ich dann steuerlich nicht auch noch bestraft werden.
Altersarmut ist eine von Mareikes größten Sorgen. Dass Selbstständige bei Zuverdienstmöglichkeiten im Alter nicht mehr benachteiligt werden sollen, lindert diese Angst.
Alles, was das Finanzamt für mich unkomplizierter macht, rettet mir Lebenszeit. Kleine Steuern abzuschaffen ist ein super Anfang.
Mareike zahlt als Selbstständige mit schwankendem Einkommen viele verschiedene Abgaben. Die Streichung von Bagatellsteuern ist für sie ein richtiges Signal zur Vereinfachung.
👎 Besonders schlecht
Kunst lässt sich nicht in Excel-Tabellen pressen. Wenn Kultur nur noch gefördert wird, wenn sie Profit abwirft, sterben die mutigen Projekte.
Mareike lehnt reine Marktlogik in ihrer Branche ab. Die Forderung nach wirtschaftlichem Handeln bei Kulturförderung weckt ihre Sorge vor Kürzungen und dem Ausbluten kreativer Freiräume.
Wenn der ÖRR weniger Programm machen darf, fallen bei uns in der Kreativbranche massenhaft freie Jobs weg. Das ist ein Schuss ins eigene Knie.
Für viele Kreative sind öffentlich-rechtliche Sender wichtige Auftraggeber. Eine Reduzierung des Programmauftrags bedroht direkte und indirekte Einkommensquellen in ihrer Branche.
Wenn mir mal ein Vierteljahr die Aufträge wegbrechen, brauche ich Überbrückung, keine Belehrungen oder Zwangsbewerbungen für irgendwelche Hilfsjobs.
Als Soloselbstständige erlebt Mareike immer wieder Auftragslücken, in denen sie auf das soziale Netz angewiesen wäre. Die Rhetorik von „Fördern und Fordern“ schürt ihre Angst, in solchen Phasen in sachfremde Jobs gedrängt zu werden.
Ich merke doch jeden Tag, wie der freie Markt uns Soloselbstständige frisst. Wenn der Staat jetzt alles privatisiert, bleiben soziale Netze erst recht auf der Strecke.
Mareike steht der reinen Marktwirtschaft kritisch gegenüber. Sie sieht in staatlichen Strukturen auch einen Garanten für Sicherheit und bezahlbare Infrastruktur, weshalb ihr eine pauschale Privatisierungswelle widerstrebt.