Mareike (soloselbstständig) × LINKE
fiktive Persona – keine reale PersonDas Modell-Urteil ist die holistische Gesamteinschätzung des Modells; der KI-Urteile-Saldo zählt die belegten Plus-/Minuspunkte. Was die Zahlen bedeuten
Die Linke bietet für Mareike als Solo-Kreative in Sachsen-Anhalt ein vergleichsweise starkes Angebot: verbindliche Mindesthonorare für Künstler:innen, Basishonorare für Selbstständige in der Kulturszene, Kreativwirtschaftsförderung und eine universelle Rentenversicherung treffen ihre zentralen Wünsche direkt. Kritisch ist die geplante Gemeindewirtschaftssteuer, die Soloselbstständige erstmals in den kommunalen Steuerrahmen einbezieht, sowie das vollständige Fehlen spezifischer Absicherung bei Krankheit und Einkommensausfall. Die Künstlersozialkasse (KSK) als wichtige Säule ihrer Absicherung bleibt im gesamten Programm unerwähnt.
👍 Besonders gut
Das ist genau das, was ich brauche – wenn öffentliche Auftraggeber faire Honorare zahlen müssen, zieht das den ganzen Markt mit hoch. Endlich soll das verbindlich werden!
Als Kreativschaffende, die oft unter Wert arbeiten muss, würde Mareike direkt von verbindlichen Mindesthonoraren profitieren. Die Forderung adressiert ein zentrales Prekaritätsproblem im Kultursektor und setzt einen Mindeststandard am Markt.
Mal endlich jemand, der ausspricht, dass auch Selbstständige Basishonorare verdienen. Ich arbeite seit Jahren für zu wenig – das muss sich strukturell ändern.
Basishonorare für Selbstständige adressieren direkt Mareikas Situation: Sie arbeitet als Soloselbstständige in der Kreativbranche und kämpft regelmäßig um angemessene Vergütung. Das Programm erkennt an, dass auch Freie faire Mindestvergütungen verdienen.
✓ belegt S. 71: „„Basishonorare für Selbstständige“" — LINKE-Wahlprogramm (beschlossen 14.03.2026) ↗
Diese ewigen Kurzprojekte machen mich wahnsinnig – ich kann nicht planen, kann keine Rücklagen bilden. Verlässliche Förderung wäre ein echter Gamechanger für mich.
Mareike leidet unter der Unsicherheit und dem Verwaltungsaufwand kurzfristiger Projektförderungen. Langfristige Strukturen im Kulturbereich würden ihre Planbarkeit, Einkommenssicherheit und Auftragslage erheblich verbessern.
Die Kreativwirtschaft ist nicht nur Hobby, sie ist mein Lebensunterhalt. Wenn das Land hier gezielt fördert, könnte das echte Aufträge und bessere Strukturen für mich bedeuten.
Als Soloselbstständige im Kreativ- und Digitalbereich würde Mareike von gezielter Förderung der lokalen Kreativwirtschaft direkt profitieren – durch bessere Auftragslagen und strukturelle Unterstützung ihres Berufsfelds.
Meine Altersvorsorge ist ein Witz. Wenn alle in eine gemeinsame Rentenversicherung einzahlen, hätte ich endlich so etwas wie echte Absicherung im Alter – das ist für mich lebenswichtig.
Die dünne Altersvorsorge ist eine von Mareikas größten Sorgen. Eine universelle gesetzliche Rentenversicherung würde ihr die soziale Absicherung im Alter geben, die ihr als Soloselbstständige bisher fehlt und die sie sich allein nicht leisten kann.
👎 Besonders schlecht
Klingt nach mehr Gerechtigkeit, trifft aber mich: Wenn ich mal ein gutes Jahr habe, zahl ich plötzlich neu drauf. Dabei bin ich sowieso schon am Limit und kein Konzern.
Die Gemeindewirtschaftssteuer würde Soloselbstständige wie Mareike erstmals in den kommunalen Steuertopf einbeziehen. Trotz Freibetrag von 24.500 Euro bedeutet das in guten Einkommensjahren eine neue Steuerlast – ohne dass die strukturelle Prekarität beseitigt wird.
Schön für die Festangestellten im Theater – aber ich bin nicht tarifgebunden, ich bin selbstständig. Tariflösungen greifen für mich nicht, ich brauche andere Instrumente.
Tarifbindungsmaßnahmen zielen auf Festangestellte in Kultureinrichtungen ab. Mareike arbeitet als Soloselbstständige außerhalb von Tarifverträgen – diese Schutzstruktur ist für sie strukturell nicht erreichbar und löst ihre spezifische Prekarität nicht.
Gute Krankenhäuser sind fein, aber was ist mit mir, wenn ich krank werde und keine Aufträge erfüllen kann? Die KSK, mein Krankenschutz als Selbstständige – das steht alles nicht da. Ich fall mal wieder durchs Raster.
Mareikas größte Sorge ist der fehlende Schutz bei Krankheit als Selbstständige. Das Programm verbessert zwar die stationäre Versorgung strukturell, enthält aber keine Forderung nach Krankengeld für Selbstständige oder Stärkung der Künstlersozialkasse (KSK).