Mareike (soloselbstständig) × Grüne
fiktive Persona – keine reale PersonDas Modell-Urteil ist die holistische Gesamteinschätzung des Modells; der KI-Urteile-Saldo zählt die belegten Plus-/Minuspunkte. Was die Zahlen bedeuten
Die Grünen bieten Mareike als Soloselbstständige im Kreativbereich einige relevante Ansätze: Die starke Kulturförderungszusage (1,5 % des Landeshaushalts) und die geplante Beratungsstelle für Kulturschaffende adressieren ihren Alltag direkt. Der Ansatz zur Bürger*innenversicherung und Mutterschutz für Selbstständige zeigen echtes Bewusstsein für ihre Situation, sind aber meist nur als Bundesforderungen formuliert. Kritisch bleibt, dass die Sozialpolitik fast ausschließlich auf Arbeitnehmer ausgerichtet ist, Steuererleichterungen Selbstständige explizit ausschließen und die Kreativwirtschaft in der wirtschaftlichen Innovationsförderung kaum vorkommt.
👍 Besonders gut
Endlich jemand, der sagt: Kultur ist keine Kür, sondern Pflicht. Wenn das wirklich kommt, muss ich nicht mehr zittern, ob der nächste Auftrag wegbricht, weil die Fördergelder wieder gestrichen wurden.
Als Kreativschaffende ist Mareike direkt von Kulturförderung abhängig. Ein verbindliches Mindestbudget für Kultur würde die Projektförderung verlässlicher machen und die Auftragslage im Kreativbereich stabilisieren.
Ich verbringe Stunden mit Antragsformularen, die ich kaum verstehe – und am Ende kriege ich trotzdem eine Absage wegen Formalfehler. Wenn das wirklich einfacher wird, kann ich endlich wieder Zeit in die eigentliche Arbeit stecken.
Förderanträge sind für Soloselbstständige ohne Verwaltungsapparat oft eine enorme Belastung. Eine zentrale Beratungsstelle und vereinfachte Prozesse würden Mareikes Zugang zu Kulturförderung erheblich erleichtern.
Das ist genau das, was ich brauche. Gerade wenn die Aufträge schwanken, ist mein Krankenkassenbeitrag trotzdem fix und hoch. Ein echtes Solidarsystem würde das endlich gerechter machen.
Die Bürger*innenversicherung würde Mareike als Selbstständige dauerhaft in das gesetzliche Solidarsystem integrieren statt sie mit hohen und einkommensunabhängigen Krankenversicherungsbeiträgen allein zu lassen.
Kein Schutz wenn ich krank werde, kein Schutz wenn ich ein Kind bekomme – das fühlt sich an, als ob ich als Selbstständige einfach nicht zähle. Hier sagen die Grünen wenigstens mal etwas dazu.
Als Soloselbstständige hat Mareike keinen gesetzlichen Mutterschutz. Dieses Bekenntnis wäre für sie als Frau ein wichtiger Schritt hin zu gleichwertiger sozialer Absicherung wie für Angestellte.
✓ belegt S. 91: „„Mutterschutz auch für Selbstständige“" — Grüne-Wahlprogramm (beschlossen 09.05.2026) ↗
Ich bin mein eigenes Büro, meine eigene Buchhaltung, mein eigener Steuerkram. Wenn der Staat wirklich weniger Papierkram von mir verlangt, dann fühlt sich das nach echter Entlastung an.
Als Solo-Dienstleisterin ohne Bürokraft trifft Bürokratie Mareike besonders hart. Jede reduzierte Pflicht bedeutet für sie mehr Zeit für einkommensrelevante Arbeit.
👎 Besonders schlecht
Ausgerechnet die, die stundenlang Belege sammeln und Einnahmen-Überschuss-Rechnungen basteln, werden vergessen. Wer am kompliziertesten versteuert, braucht Vereinfachung am dringendsten – aber die kriegen mal wieder die anderen.
Diese Maßnahme adressiert explizit nur abhängig Beschäftigte und Rentner. Für Mareike als Selbstständige – die ohnehin die aufwändigsten Steuererklärungen hat – bedeutet das keine Entlastung, sondern das Weiterbestehen des Status quo.
Tarifverträge und Betriebsräte – alles gut und schön, aber hat nichts mit meiner Realität zu tun. Ich habe weder das eine noch das andere. Ich falle mal wieder durch alle Raster.
Das gesamte Kapitel zu Arbeit und sozialer Sicherheit richtet sich an Beschäftigte in festen Arbeitsverhältnissen. Die spezifischen Risiken von Solo-Selbstständigen – Einkommensschwankungen, Krankheitsausfall ohne Absicherung, fehlende Altersvorsorge – bleiben unadressiert.
Ständig heißt es, wir brauchen Innovation – aber gemeint sind immer Labore und Technologie-Start-ups, nicht Kreative wie ich. Dabei ist gutes Design und guter Content der Schmierstoff für all diese Technologien.
Die Förderstruktur für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung schließt die Kreativ- und Kulturwirtschaft strukturell aus. Mareike als Designerin und Texterin findet sich in diesen auf Technologie ausgerichteten Förderprogrammen nicht wieder.