Kerstin (Pflegekraft) × CDU
fiktive Persona – keine reale PersonDas Modell-Urteil ist die holistische Gesamteinschätzung des Modells; der KI-Urteile-Saldo zählt die belegten Plus-/Minuspunkte. Was die Zahlen bedeuten
Kerstin findet im CDU-Programm einzelne positive Punkte wie Kompetenzstärkung für Pflegekräfte und das Bekenntnis zur Bezahlbarkeit. Dagegen stehen Maßnahmen, die ausländische Pflegekräfte direkt bedrohen: Familiennachzugsstopp, mögliche Abschiebungen und das Bekenntnis zu privatwirtschaftlichen Trägern als gleichwertige Säule. Da ihre Station ohne migrantische Kolleg:innen nicht arbeitsfähig wäre, überwiegen die negativen Wirkungen klar.
👍 Besonders gut
Ich weiß oft selbst, was der Patient braucht – und muss trotzdem stundenlang auf eine ärztliche Anordnung warten. Wenn das endlich anerkannt wird, hilft das dem System und mir.
Kerstin erlebt täglich, dass sie mehr könnte als ihr formal erlaubt ist. Erweiterte Kompetenzen würden die Unterbesetzung abpuffern und ihren beruflichen Status stärken.
Meine Patienten sollen nicht wählen müssen zwischen guter Versorgung und dem letzten Ersparten. Das ist keine Ideologie – das ist Anstand.
Kerstin sieht täglich, wie Pflegebedürftige und ihre Angehörigen an Finanzierungsgrenzen stoßen. Das Bekenntnis zur Bezahlbarkeit entspricht ihrer Grundüberzeugung, dass Pflege kein Luxus sein darf.
✓ belegt S. 27: „Pflege für Betroffene bezahlbar halten" — CDU-Wahlprogramm (beschlossen 13.06.2026) ↗
👎 Besonders schlecht
Ohne meine Kolleginnen aus dem Ausland wäre die Station längst dicht. Wenn deren Familien nicht nachkommen dürfen, suchen sie sich einen Job in einem anderen Land. Und dann? Dann stehe ich allein.
Kerstin arbeitet in einem Team, das ohne migrantische Pflegekräfte nicht funktionieren würde. Maßnahmen, die ausländischen Kolleginnen und Kollegen die Integration erschweren oder ihre Familien fern halten, schaden direkt ihrer Arbeitsfähigkeit.
Privat bedeutet Rendite. Rendite bedeutet weniger Personal. Weniger Personal bedeutet: ich mache den Job von zwei Leuten. Das wollte ich eigentlich nicht mehr hören.
Kerstin sieht Privatisierung im Gesundheitswesen als Treiber von Unterbesetzung und Kostendruck. Das Bekenntnis zu privatwirtschaftlichen Häusern als gleichberechtigt signalisiert ihr, dass die Ökonomisierung weiterläuft.
Ich kenne die Gesichter hinter diesen Herkunftsländern. Das sind meine Kolleginnen. Wenn die weg sind, bricht hier etwas zusammen – und das kommt in diesem Programm gar nicht vor.
Unter Kerstins Kolleg:innen sind auch Menschen aus diesen Ländern, die die Station am Laufen halten. Eine Politik, die ihre Aufenthaltsrechte gefährdet, ist für Kerstin keine abstrakte Politikfrage, sondern betrifft ihren Alltag.