Frank (Landwirt)
fiktive Persona – keine reale PersonBerlinHofnachfolger in vierter Generation, der sich von Berlin und Brüssel gegängelt fühlt.
LandwirtschaftKlimaEnergieWirtschaft
Wie die Modelle diese Persona einordnen
Profil
- demografie
- alter
- 56
- geschlecht
- männlich
- wohnort
- Landwirtschaftsbetrieb im Berliner Umland/Speckgürtel (Brandenburg-Rand), pendelt in die Region
- haushalt
- verheiratet; zwei erwachsene Kinder, die Tochter erwägt den Einstieg in den Hof
- bildung
- Landwirtschaftsmeister, kein Studium
- oekonomie
- beruf
- Inhaber eines Familienbetriebs seit Generationen: ~180 ha Ackerbau plus kleine Mutterkuhherde
- einkommen
- stark schwankend, wetter- und weltmarktabhängig; gute Jahre wechseln mit roten Nullen
- vermoegen schulden
- viel Kapital steckt in Boden und Maschinen, hohe laufende Kredite, kaum liquide Mittel
- finanzieller druck
- Pacht, Kreditraten, Diesel-, Dünger- und Energiekosten; eine schlechte Ernte tut sofort weh
- werte haltung
- grundwerte
- Eigentum und Selbstständigkeit
- harte Arbeit zahlt sich aus
- Verlässlichkeit
- Heimat und Tradition
- sorgen
- immer neue Auflagen (Düngung, Pflanzenschutz, Tierhaltung), die Planung und Marge auffressen
- dass die Tochter den Hof unter diesen Bedingungen nicht übernehmen will
- Flächenfraß, Pacht-Konkurrenz und sinkende Erzeugerpreise
- hoffnungen
- Planungssicherheit
- weniger Bürokratie
- faire Erzeugerpreise
- Anerkennung statt Bevormundung
- politische grundhaltung
- Wertkonservativ, eigentums- und leistungsorientiert, tief skeptisch gegenüber Vorgaben aus Berlin und Brüssel. Nicht klimaleugnend, aber überzeugt, dass Klimaschutz auf seinem Rücken und praxisfern gemacht wird. Parteipolitisch ungebunden, wählt nach konkreter Betroffenheit.
- menschenbild
- Wer etwas leistet und Risiko trägt, soll auch entscheiden dürfen; Misstrauen gegen Theoretiker
- sicht auf andere
- Klima- und Umweltbewegung — fühlt sich moralisch verurteilt; hält viele Forderungen für realitätsfern und existenzbedrohend
- Stadtbevölkerung / urbane Politik — glaubt, dass über ihn ohne Kenntnis seiner Arbeit entschieden wird
- EU/Bürokratie — Hauptgegner: Dokumentationspflichten, Förder-Wirrwarr, ständige Regeländerungen
- Naturschutz/Wolf — strikter Wolfsschutz erschwert seine Weidehaltung — konkreter Konflikt, kein Abstraktum
- verhalten
- mediennutzung
- Regionalzeitung (Print)
- Fachpresse wie 'top agrar'
- WhatsApp-Gruppen im Dorf/Verband
- alltag
- lange Arbeitstage nach Saison, eingebunden in Dorfgemeinschaft, Feuerwehr, Bauernverband
- informationsverhalten
- vertraut Praktikern und dem Verband mehr als Ministerien; prüft Politik an der eigenen Betroffenheit
- themen stakes
- landwirtschaft
- Düngeverordnung, Pflanzenschutz-Zulassungen, Flächenstilllegung, Tierhaltungsauflagen, Wolf
- energie
- Agrardiesel/Steuerrückvergütung, Strompreise für Bewässerung, Trocknung und Kühlung
- klima
- CO2-Bepreisung, Moor-/Flächenstilllegung — was kostet ihn der Klimaschutz konkret?
- wirtschaft
- Bürokratieabbau, Erzeugerpreise, Hofnachfolge/Erbschaft- und Betriebsübergabe
- stimme
- Ich hab nichts gegen Naturschutz — aber nicht, wenn ihn die bezahlen, die ihn nie gemacht haben.
- Jedes Jahr eine neue Verordnung. Wann soll ich da eigentlich noch Landwirtschaft machen?