Frank (Landwirt) × SPD
fiktive Persona – keine reale PersonBerlinDas Modell-Urteil ist die holistische Gesamteinschätzung des Modells; der KI-Urteile-Saldo zählt die belegten Plus-/Minuspunkte. Was die Zahlen bedeuten
Frank betrachtet ein Großstadt-Wahlprogramm mit Distanz: Landwirtschaft kommt kaum vor, und wo Berlin ihn berührt - gemeinsame Hauptstadtregion, Schutz von Grün- und Nutzflächen, Waldumbau, Grundwasser mit Brandenburg -, findet er einzelne Anknüpfungspunkte. Schwer wiegen für ihn jedoch die geplante Vermögens- und Erbschaftsteuer, die höhere Grunderwerbsteuer und großflächige Renaturierung, die er als Bedrohung für Hofnachfolge und Fläche liest. Für den eigentums- und praxisorientierten Landwirt überwiegt die Ablehnung.
👍 Besonders gut
Wenn Berlin und Brandenburg mal zusammen denken, wird vielleicht auch das Umland nicht vergessen, in dem ich meine Felder habe.
Frank wirtschaftet am Brandenburg-Rand; eine ernstgemeinte Berlin-Brandenburg-Kooperation könnte den ländlichen Raum vor der Stadtgrenze mitdenken.
Boden, auf dem etwas wächst, gehört geschützt und nicht zubetoniert - da bin ich sofort dabei, auch wenn es nur Kleingärten sind.
Frank ist Landwirt, kein Kleingärtner, teilt aber den Wert von Fläche und Anbau; der Schutz von Nutzflächen vor Bebauung ist ihm sympathisch.
Wald klimafest machen, ohne gleich alles zu zerregulieren - das ist mal ein Ansatz, der nach Praxis klingt.
Als Praktiker schätzt Frank pragmatische Bewirtschaftung; ein klimafester Waldumbau über natürliche Verjüngung entspricht seinem Sinn für Bodenständigkeit.
Ohne Wasser wächst nichts. Dass die Grundwasserfrage über die Landesgrenze hinweg angegangen wird, betrifft meine Felder unmittelbar.
Wasser für Bewässerung ist für Frank existenziell; ein länderübergreifender Blick auf das Grundwasser betrifft seine Produktionsgrundlage direkt.
👎 Besonders schlecht
Auf dem Papier bin ich reich - in Wahrheit steckt alles in Acker und Maschinen. Eine Vermögenssteuer würde mich ausbluten.
Franks Kapital steckt in Boden und Maschinen; eine Vermögenssteuer trifft genau diese gebundene Substanz, obwohl er kaum liquide Mittel hat.
Vier Generationen haben diesen Hof gehalten. Wenn die Übergabe steuerlich zerlegt wird, überlegt es sich meine Tochter zweimal.
Frank will den Hof an seine Tochter übergeben; eine schärfere Erbschaftsteuer gefährdet die Übergabe des über Generationen aufgebauten Familienbetriebs.
Erst 20 Prozent Fläche renaturieren, dann kommt das gleiche über die Grenze zu uns. Solche Vorgaben nehmen mir am Ende die Ackerfläche.
Frank erlebt Renaturierungs- und Stilllegungsvorgaben als Angriff auf Nutzflächen; auch wenn es Berliner Flächen betrifft, sieht er das Muster, das ihn im Umland trifft.
Boden ist eh schon knapp und teuer. Wenn der Erwerb auch noch teurer wird, kann ich beim Flächenkauf gleich einpacken.
Frank kauft und pachtet Flächen zu; eine höhere Grunderwerbsteuer verteuert Flächenzukauf und verschärft die ohnehin harte Pacht- und Bodenkonkurrenz.
✓ belegt S. 63: „Wir heben die Grunderwerbsteuer um 0,5 Prozentpunkte an." — SPD-Wahlprogramm ↗